Stanzteile in 3D

Stanzteile in 3D

Lange hatte ich mich ja gegen sie gewehrt: Stanzschablonen. Da sieht ja alles gleich aus, dachte ich immer. Naja, das hat aber auch Vorteile, stellte ich bald fest. Nicht nur für die wiederholte Produktion von Karten einer Sorte usw. ist das ja einfach praktisch. Und zeitsparend. Mit der Schere wollte das keiner leisten! Und die Teile sind nunmal einfach sauber und ordentlich umrissen.

Einen besonders netten Effekt habe ich beim Tüfteln mit den Stanzteilen dann außerdem noch entdeckt: Die Dreidimensionalität.

Flache Stanzteile und Dreidimensional? Ja, genau! Und damit meine ich nicht den Millimeter Papierdicke.

Meistens benutze ich die ausgestanzten Motive natürlich für die Gestaltung von Karten. Auch hier bringen mehrere Schichten eines Stanzteils, aufeinander geklebt, ein besonderes Gefühl und die Karte ist nicht nur für das Auge interessant, sondern auch für die Finger. Und leicht verschoben übereinander angebrachte Schriftzüge vermitteln eine gewisse Tiefe, fast wie beim Schattieren im Handlettering.

 

Bei (Explosions-)Boxen wird es oft noch plastischer, besonders im Innern. Da stehen einzelne Bereiche eines Stanzteiles schon mal in die Mitte, also weg von der Seitenwand oder auch vom Boden. Bei Pflanzen beispielsweise kommt so mehr Leben hinein. Mehrere Schichten machen ein Motiv stabiler – und das ist mit den Stanzen praktischer Weise ja kein Problem, denn alle Teile passen wirklich genau aufeinander. Ein Effekt, der auch bei Motiven, die eigentlich aus mehreren Bestandteilen bestehen, von Vorteil ist. Da bekommt Werkzeug andersfarbige Griffe und der Hut des Schneemanns sowie seine Arme heben sich ab.

Oder auf dem Grill bruzzeln Metallspieße mit buntem Grillgut… Der Grill war dann meine erste wirkliche Herausforderung in Sachen 3D. Ich wollte ihn in der Box aufstellen. Dazu musste er nun mal plastisch werden. Nach ein bisschen Biegen und ein paar Schnitten an der richtigen Stelle habe ich das ja auch hinbekommen. Problematisch ist die Perspektive der Stanze, die ja einen räumlichen Eindruck schon vermitteln will. Dadurch verzieht sich aber der runde Grill zu einem Oval.

Einfacher ist es, Stanzen zu nutzen, die keine perspektivische Dar-stellung haben. Der Vintage-Kinderwagen ist ein schönes Beispiel: Die Seitenteile mit den filigranen Rädern lassen sich gut doppelt legen und haben dann auch genügend Stabilität.

Dach und Boden sind von mir angepasste Zwischenteile, für die es keine Stanze gibt. Aus diesen und einigen anderen Teilen entsteht dann mit ein bisschen Gefriemel ein solcher Wagen. Einen klitzekleinen Haken gibt es auch hier: Der Kinderwagen hat seine „Schokoladenseite“ produktionsbedingt immer Links. Die rechte Seite weist keine Prägung auf, denn die ist ja nur auf der Oberseite des Stanzteils zu sehen. In der Explosionsbox ist das aber überhaupt kein Problem, sondern einfach nur der Grund, warum der Wagen so steht wie er steht.

Mal schauen, was als nächstes in die Dreidimensionalität berufen wird. Ein paar Schaukelpferdchen liegen hier schon parat…

Die ExplosionsBoxen „Grillparty“ und „Baby Boy“ bzw. „Baby Girl“ oder den Kinderwagen solo – und viele weitere Artikel mit und ohne Stanzteile – findest Du übrigens im Shop Schenk-Werke.

Von I-Tüpfelchen und Highlights

Von I-Tüpfelchen und Highlights

Weiß ist ja keine Farbe. Aber ganz ohne weiße Akzente kommt auch keiner aus. Gerade im Handlettering. Und dann braucht es eben oft einen guten Stift, der ein gezieltes und doch sattes Weiß möglich macht. Gar nicht so einfach, aber wir haben da einen crea.TiSt-Tipp für dich. Ich lasse erstmal wieder Tine zu Wort (und Bild) kommen:

>> Für mich sind meine Letterings ja erst dann fertig, wenn sie einen gewissen 3D-Effekt haben, die Buchstaben also Höhen und Tiefen besitzen. Für die Schattierungen verwende ich meist einen hellen Grauton, aber da sind der Kreativität natürlich keine Grenzen gesetzt.

Um Höhe zu erzeugen bzw. Glanzlichter zu setzen ist klar: hier wird Weiß gebraucht.

Ich habe lange gesucht um ein deckendes Weiß zu finden – dazu noch mit einer feinen Spitze. Und siehe da, es gibt sogar zwei ganz hervorragende Lösungen im Stifteparadies. Das ist zum einen der Uniball Signo und zum anderen der Sakura Gelly Roll. Beide decken ganz hervorragend und es entstehen tolle Highlights auf dem Lettering.

Einen ganz eigenen Charme haben Letterings mit weißem Gelliner auf Kraftpapier. Die Kombi ist wunderschön und hat einen sehr modernen Look. Auf schwarzem Papier wird der Kontrast zur weißen Schrift noch einmal deutlicher. Auch so lassen sich tolle Letterings gestalten. Probiert’s doch auch mal! <<

Ich hab´s probiert und bin wirklich begeistert.

Den Sakura Gelly Roll in Weiß sowie Handletteringpapier in Schwarz und als Kraftkarton findet ihr übrigens hier im Shop.

Kreativ mit farbigen Papieren

Kreativ mit farbigen Papieren

Die Kids sind zuhause und wollen beschäftigt werden? Hier sind einige Tipps, um gemeinsam mit Kindern die Zeit sinnvoll zu gestalten, ohne großen Aufwand und mit Material, das in jeden Haushalt vorhanden sein sollte. Es geht in erster Linie um das gemeinsame Tun, weniger um das Schaffen von Kunstwerken. Schaut die Dinge um euch herum mal anders an, als ihr es sonst tut, geht anders heran und damit um. Das macht Spaß, ihr werdet sehen! Erfahrt – Große wie Kleine – von einander und miteinander Neues.

Hier sind also nicht (nur) Bastel-Anleitungen zu finden. Forschen, experimentieren und sortieren gehören genauso zum kreativen Prozess wie das Gestalten an sich. Lasst ihr euch darauf ein, werdet ihr merken, dass ihr euch viel länger mit einem Thema beschäftigt als ihr für das Basteln nach Anleitung brauchen würdet. Und für die (ästhetische) Bildung tut ihr nebenbei auch noch was.

Im vierten Teil geht es diesmal um farbige Papiere unterschiedlichster Art.

Die Ideen und Anleitungen findest du hier wieder als PDF zum Download.

Im ersten Teil waren wir auf „Papier-Safari“!

Und im zweiten Teil ging es um Zeitungspapier.

Der dritte Teil befasst sich mit Drucker- oder Kopierpapier bzw. Tonpapier.

Bastelanleitung Kartenbüchlein

Bastelanleitung Kartenbüchlein

 

Ein Element aus meinen Buchbindekursen für Kinder zeige ich euch hier.

Das Kartenbüchlein ist eine Mischung aus Grußkarte, Mini-Sammelalbum, Gutschein und Notizheft. Und der Clou: Der Hauptbestandteil innen ist ein einziger Bogen Papier – und doch hat das Büchlein mehrere Seiten und viele Steckfächer!

Außenherum ist fast alles an festerem Papier geeignet, von Fotokarton über Kalenderblatt bis Designpapier. Daraus lassen sich dann auch die Steckkärtchen anfertigen.

Mit den unheimlich vielen Gestaltungs-möglichkeiten wird dieses Büchlein nie langweilig!

Die Anleitung für die Grundvariante gibt es hier als PDF zum Download. (Für weitere Tipps und Tricks kommt ihr dann am besten in meinen Kurs…!)

Kreativität in Krisenzeiten

Kreativität in Krisenzeiten

Schwierige Zeiten erfordern kreative Lösungen. Das ist immer so, aber im Moment trifft es uns alle verstärkt. Mich erreichen aktuell immer wieder „Hilferufe“ von Eltern und Großeltern, die nun zuhause ihre Kinder „bespaßen“ müssen. Ideen für gemeinsames Basteln sind gefragt. Und das möglichst mit den Dingen, die in jedem Haushalt vorhanden sind, denn Einkaufen geht ja grade schlecht.

Ich versuche, in den nächsten Tagen immermal ein paar Ideen und Tipps zu veröffentlichen, die die Zeit etwas verkürzen können. Vorweg aber möchte ich allen Betroffenen Mut machen. Ihr habt selbst einen riesigen Fundus an Möglichkeiten! Denkt an eure eigene Kindheit, Kindergarten- und Schulzeit zurück. Bestimmt fällt euch noch die ein oder andere Bastelei von damals ein. Das ist dann kein „alter Hut“, sondern wertvolle Ressource für die aktuelle Situation. Denn eure (Enkel-)Kinder kennen das doch noch gar nicht, was euch heute vielleicht banal vorkommt, und freuen sich, von euch zu lernen. Also raus mit Papier und Stiften, dem guten alten Wasserfarbkasten, Schere und Kleber. Ein paar alte Zeitschriften, Zeitungen, Prospekte… Schneiden, reißen, knüllen, kleben, färben – den Kids fällt bestimmt bald etwas ein. Und euch „Großen“ auch. Lasst euch drauf ein, Zeit dafür ist ja da. Ein „Vorzeigeergebnis“ muss nicht entstehen. Und das Wichtigste ist sowieso die gemeinsam verbrachte Zeit!

Geschenkschachtel „Schiff“

Geschenkschachtel „Schiff“

„Eine Bootsfahrt, die ist lustig…“ heißt es. Ich selbst bin ja schrecklich schnell seekrank, musste ich feststellen. Da hält der Spaß nicht lange an. Also bleibe ich lieber auf dem Trockenen und baue Schiffe aus Papier.

Ihren Ursprung hat diese Geschenk-schachtel in einem Kundengespräch: „Ein befreundetes Ehepaar feiert demnächst Silberne Hochzeit. Was schenke ich da bloß?“, kam eine leicht verzweifelte Kundin auf mich zu. Ihr fiel dann immerhin ein, dass das Paar sich zum besonderen Anlass eine Kreuzfahrt gönnen wollte. Ein kleiner Zuschuss zur Reisekasse in origineller Verpackung war da naheliegend. So entstand der kleine Dampfer in der Reihe „Mein kleiner Fuhrpark“ nach dem „Flotten Flitzer“. Allerdings waren die Anfänge noch mit viel Tüftelei und auch Misserfolgen verbunden. Bis zur Serienreife floss noch viel Wasser die Modau (das ist der Bach, der durch unseren Ort führt) hinunter.

Ganz am Anfang hatte ich noch die Idee, zwei Varianten des Schiffs anzubieten – einen Dampfer und ein Segelschiff. Die Grundform sollte aber für beide gleich sein. Sie ist übrigens von einer sternförmigen Verpackung inspiriert, die mir damals in die Finger gefallen war.
Die Form war also recht bald gefunden. Das Segelschiff wurde gleich wieder verworfen, da es viel zu wuchtig wirkte. Auch die Aufbauten für den Kreuzfahrtdampfer finde ich so häßlich, dass ich sie nicht bleibend übernommen habe.

Für eine Geschenkschachtel ist zwar vorrangig das Äußere wichtig, aber doch auch der „Stauraum“. Der befindet sich beim Schiff, klar, im „Bauch“. Das Deck mitsamt allen Aufbauten ist zu Zweidritteln aufklappbar. Damit lassen sich im Schiffsbauch nicht nur Geldscheine und/oder Süßes verstauen. Eine Badehose könnte hier genauso ihren Platz finden wie ein Gutschein für eine Bootsfahrt oder Glückwünsche zum Bootsführerschein oder gar Kapitänspatent. Verschlossen wird alles dann mit den Stecklaschen am Rand und einer Kordel am Heck.

Die gesamte Gestaltung des Schiffs ist mittlerweile weitestgehend festgelegt. Aber Ausnahmen von der Regel gibt es natürlich. Vor allem die individuelle Farbwahl und die Personalisierung sind mir ja wichtig – euch sicher auch?! Aktuell gibt es eine ganze Flotte mit vorgegebenen Farbkombinationen. Das macht dir nicht nur die Auswahl leichter, sondern mir auch die Herstellung. Ganz individuell wird es dann mit einer Beschriftung. Das Schiff kann einen eigenen Namen bekommen, ein Datum, Anlass oder Gruß kann aufgebracht werden. Und wer das möchte, bekommt zusätzlich auch noch einen Liegestuhl auf´s Deck gestellt, eine Wimpelgirlande aufgehängt, Angelzeug parat gelegt oder oder…

Den Artikel „Geschenkschachtel Schiff“ findest du im Shop. Nenn mir deine Wünsche zur Gestaltung und dann läuft bald wieder ein Dampfer vom Stapel.

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